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Infoblatt Weltreligionen


Hinduismus, Darstellung der Göttin Drunga während des Kampfes gegen den Büffeldämon

Einblick in die großen Weltreligionen und deren Verbreitung

Einleitung

Zu den großen Weltreligionen gehören ohne Zweifel das Christentum, der Islam, der Buddhismus, der Hinduismus und das Judentum.
Für die eine Religion gibt es nur einen Gott, für die andere eine Vielzahl von Göttern, jedoch spielt eine Leitfigur immer eine Rolle in den Weltreligionen. In der westlichen Welt verlieren der Glaube und die Religion immer mehr an Bedeutung, doch in Zeiten der Not und des Schmerzes (z. B. Tod eines Familienmitgliedes) greifen viele Menschen auf den Glauben an Gott zurück.

Religionsfreiheit

In den meisten Ländern gibt es die Religionsfreiheit oder zumindest eine Liberalisierung der Religionszugehörigkeit. Im überwiegenden Teil der Welt findet daher auch eine Abgrenzung zwischen Staat und Religion statt. Lediglich in Angola, Mauretanien, Libyen, Saudi-Arabien, Iran, Bhutan, Pakistan und Nordkorea gibt es noch "verordnete" Staatsreligionen – Gegner dieser Religion werden sogar heute noch verfolgt.
Darüber hinaus haben zahlreiche Länder Südamerikas, einige Staaten Afrikas (z. B. Marokko, Algerien, Ägypten), Indonesien und Staaten der ehemaligen Sowjetunion zwar eine Staatsreligion, sie zeigen sich aber gegenüber anderen Religionen tolerant.

Gläubige

Dem Christentum, dazu zählen Katholiken, Protestanten, Orthodoxe, Anglikaner und andere, gehören 2,3 Milliarden Menschen an. Knapp 1,4 Milliarden bezeichnen sich als Moslems (Sunniten und Schiiten). Der Hinduismus hat ungefähr 900 Millionen Anhänger, während die Buddhisten 380 Millionen Gläubige zählen. Zum Judentum bekennen sich gerade einmal 13 bis 15 Millionen Menschen – es handelt sich hierbei von den erwähnten Weltreligionen um die kleinste Gruppe. Sie bildet aber für die meisten Religionen den Ursprung und muss daher auch heute noch berücksichtigt werden.
Andere Religionen wie Schintoisten, Konfuzianisten oder Sikhs treten in der weltweiten Betrachtung vor den oben genannten Religionen zurück, sie sind ausschließlich in vereinzelten Ländern oder gar Gemeinden von Bedeutung.

Verbreitung

Das Christentum ist vor allem in Nord- und Südamerika, in großen Teilen Europas, im südwestlichen Teil Afrikas und in Australien weit verbreitet. Ein Grund hierfür ist unter anderem der Kolonialismus, durch den die Religion verbreitet wurde.
Anhänger des Islam sind vorwiegend in Nordafrika und im arabischen Raum zu finden. Bangladesch und Kambodscha sind sog. "Ausbrecher" im asiatischen Raum. Dieser, der asiatische Raum, wird überwiegend von den Buddhisten und Hinduisten bestimmt.
Territorial gesehen sind alle Religionen auf der Welt und in den einzelnen Staaten (außer in den Ländern mit Staatsreligion) vertreten.
Sofern Gotteshäuser zur Ausübung der Religion benötigt werden, sind diese auch überall zu finden. Eine muslimische Moschee in Deutschland ist ebenso wenig Grund zum Staunen wie eine christliche Kirche in Tunesiens Hauptstadt Tunis.

Sekten

Unter Sekten versteht man weitere religiöse und weltanschauliche Gruppen, die sich von den Weltreligionen abgespalten haben. Oftmals ist eine zentrale Führergestalt von großer Bedeutung. Für die Sektenanhänger ist eine strenge Hierarchie, Elitebewusstsein und strengste Lebens- und Gütergemeinschaft ein zentraler Lebensinhalt. Zu den größten Sekten gehören Scientology, Hare-Krischna und Zeugen Jehovas.

Literatur

taz Verlags- und Vertriebs GmbH (Hrsg.): LE MONDE diplomatique. Atlas der Globalisierung. Berlin 2003.
Michael Kidron und Ronald Segal: Der Poltische Weltatlas. Bonn 1992.



Quellenangaben:
Quelle: Geographie Infothek
Autor: Christine Reinke
Verlag: Klett
Ort: Leipzig
Quellendatum: 2004
Seite: www.klett.de
Bearbeitungsdatum: 28.05.2012


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