Suche im TERRASSE-Archiv:

Infoblatt Würzburg-City


Erscheinungsform und Probleme der City am Beispiel Würzburg

In Würzburg befindet sich die City, wie auch in vielen anderen alten Städten, in der Altstadt. Sie ist der zentral gelegene und dicht bebaute Stadtteil, der an folgenden Merkmalen zu erkennen ist: Dort reihen sich viele Geschäfte meist mit einer durchgehenden Ladenfront aneinander. Hochspezialisierte Einzelhandelsgeschäfte ergänzen mit ihren Angeboten die breite Auswahl an Waren in den Kaufhäusern. Passagen mit Geschäften und Arkaden verbinden die Fußgängerzonen, in denen zahlreiche Kioske, viele Automaten und Werbung das Stadtbild prägen. In den oberen Etagen der Häuser sind meist Büros, Praxisräume von Fachärzten oder Kanzleien von Rechtsanwälten untergebracht. Gebäude von Behörden und Verwaltungen, Banken und Versicherungen befinden sich ebenso in der City wie Theater, Museen, Kinos sowie viele weitere kulturelle Einrichtungen. All das zusammen macht die City zum Dienstleistungszentrum einer Stadt.

Die Rolle der Dienstleistungen in der City

Zum Wirtschaftsbereich der Dienstleistungen, dem tertiären Sektor, zählen alle Berufe, die keine Waren produzieren. Dazu gehören u. a. die Bereiche Verwaltung, Verkehr, Handel und Bildung. In ihnen arbeiten zum Beispiel Rechtsanwälte, Ärzte sowie alle Beamten, also auch Lehrerinnen und Lehrer. Für die Dienstleistungsbetriebe ist die City ein begehrter Standort. Die Bodenpreise sind dort sehr hoch; man baut schmale und hohe Häuser mit vielen Stockwerken. So erhält man auf kleinen Grundstücken eine große Nutzfläche. Viele Bewohner ziehen allerdings wegen der ständig steigenden Mietpreise aus der City weg.

Probleme der City

Weil in der City viele Menschen Arbeit finden und viele Kunden dorthin müssen, strömt dichter Verkehr im Rhythmus der Arbeits- und Geschäftsöffnungszeiten morgens in die City und abends wieder heraus. Tagsüber ist sie deshalb stark, nachts aber kaum bevölkert. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens und der eingeschränkten Parkmöglichkeiten wird es immer schwieriger, mit dem eigenen Auto in die City zu fahren. Riesige Einkaufszentren mit Parkplätzen und Büroparks entstehen am Stadtrand. Sie tragen heute dazu bei, dass die City zunehmend weniger bevölkert ist. Man versucht deshalb, die Anziehungskraft der City durch besondere Maßnahmen zu erhalten: zum Beispiel bessere Verkehrserschließung, Verschönerung von Plätzen und Gebäuden, vielfältige Attraktionen und Erlebniseinkauf.

Das Marktgebiet Würzburgs

Durch die Autobahnanbindung an die A3, A7 und A81 sowie die Einbindung in das IC- und ICE-Netz der Deutschen Bahn AG verfügt Würzburg über einen überdurchschnittlich großen Einzugsbereich. Dieses "Marktgebiet" der Stadt Würzburg, d. h. der potenzielle Einzugsbereich für den Würzburger Handel, reicht im Norden bis an die Landesgrenze zu Thüringen. Im Westen wird es durch die Marktgebiete der Städte Fulda und Aschaffenburg begrenzt. Im Süden und Osten erstreckt es sich bis nach Rothenburg o. d. T. bzw. kurz vor Geiselwind. Im gesamten Marktgebiet leben 1,059 Millionen Menschen, davon 131.320 in der Stadt Würzburg.



Quellenangaben:
Quelle: Geographie Infothek
Autor: Lars Pennig
Verlag: Klett
Ort: Leipzig
Quellendatum: 2004
Seite: www.klett.de
Bearbeitungsdatum: 08.06.2006


Zurück zur Terrasse