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Der kurzsichtige Globus


M 1: Brillen auf dem Vormarsch (Quelle: panthermedia.net (Sarnade), München)

Humphrey Bogarts berühmtes Zitat aus dem Film Casablanca („Ich seh‘ dir in die Augen, Kleines“, 1942) gewinnt heute angesichts der rapiden Verschlechterung des Sehvermögens der Menschen rund um den Globus eine neue Dimension. Globalisierung bedeutet nicht zuletzt die weltweite Verbreitung von Computern, Smartphones, Tablets, Spielekonsolen, Fernsehbildschirmen, Kunstlicht und dem Leben in geschlossen Räumen. Und seit Jahren belegen Statistiken in allen Industrie- und Schwellenländern steil steigende Quoten bei der Kurzsichtigkeit. Vor allem Kinder und Jugendliche sind Opfer dieser Entwicklung.

Kurzsichtigkeit nimmt weltweit zu











M 2: Schülerin (Quelle: istockphoto (Jacob Wackerhausen),Calgary, Alberta)

Studien aus allen Ländern der Welt belegen den Trend: Bereits heute braucht die Mehrheit vor allem der jüngeren Menschen eine Brille. So berichtete das European Eye Epidemiology Consortium, dass in Europa 47 Prozent der 25- bis 29-Jährigen mit mindestens 0,75 Dioptrien kurzsichtig sind. Bei den 55- bis 59-Jährigen sind es rund 28 Prozent, bei den 65- bis 69-Jährigen nur 16 Prozent.

Ähnliche Entwicklungen sind weltweit zu beobachten. Die Zunahme der Myopie ist so rasant, dass Fachleute mittlerweile von einer globalen Epidemie sprechen. Jeder fünfte Mensch braucht bereits eine Brille oder andere Sehhilfe – Tendenz steigend.

In manchen Ländern ist die Entwicklung besonders stark zu sehen. So ergab die Untersuchung der Sehstärke von 23.000 Rekruten der südkoreanischen Armee, dass über 96 Prozent mindestens minus 0,5 Dioptrien hatte. Jeder fünfte Soldat dieser Altersgruppe war schwer kurzsichtig (minus sechs Dioptrien oder mehr) – Weltrekord! Ähnliches wird in China festgestellt. Dort tragen 90 Prozent aller Studenten eine Brille wegen ihrer Kurzsichtigkeit (Myopie). In Shanghai stellten Ärzte bei der Augenuntersuchung an Studenten fest, dass 95,5 Prozent der Studierenden kurzsichtig waren. In Taiwan sind inzwischen 84 Prozent aller Kinder myop. Ähnliche Zahlen werden aus Singapur gemeldet − dort sind bereits 83 Prozent aller 20-Jährigen kurzsichtig.

Asien ist der Kontinent mit der höchsten Rate an Kurzsichtigkeit bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Ostasien sozusagen das Epizentrum. Schon 2012 veröffentlichte „The Lancet“, eine der ältesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, entsprechende Daten. In Zukunft werden 1,2 der 1,45 Milliarden Chinesen kurzsichtig sein, 200 bis 300 Millionen werden unter einer schweren Myopie leiden. Starke Kurzsichtigkeit von minus sechs oder mehr Dioptrien bedeutet, dass die betroffene Person Objekte, die mehr als 16 Zentimeter entfernt sind, nicht mehr scharf erkennen kann. Damit liegt eine erhebliche Beeinträchtigung im Alltag vor.

Doch auch Europa und die USA holen auf. In Magdeburg stellten sich von den untersuchten 12- bis 17-Jährigen 21 Prozent als kurzsichtig heraus, bei den 18- bis 35-Jährigen waren es bereits 41 Prozent. Auch in anderen Teilen Deutschland gibt es ähnliche Ergebnisse. 2013 untersuchten Mediziner der Uniklinik Mainz 14.000 Personen. Die Ergebnisse sind eindeutig: 35 Prozent aller Untersuchten waren kurzsichtig. Von den Probanden mit Hauptschulabschluss waren es nur 27 Prozent, bei denen mit Abitur 51 Prozent, bei Hochschulabsolventen 53 Prozent. Pro Geburtsdekade steigt der Anteil der europäischen Kurzsichtigen messbar.

Weltweit schätzt Professor Frank Schaeffel vom Forschungsinstitut für Augenheilkunde der Universität Tübingen die Zahl der kurzsichtigen Menschen auf derzeit 1,5 Milliarden. 50 Millionen sind stark kurzsichtig. Für 2050 erwartet er fünf Milliarden Menschen, die mit Kurzsichtigkeit zu kämpfen haben werden.

Ein Vergleich der Kontinente zeigt die Tendenzen: Asiens junge Menschen tragen zu 80 bis 90 Prozent Sehhilfen, in Europa und den USA sind es etwa die Hälfte der Altersgruppe, während in den meisten afrikanischen Ländern der Anteil nur zwischen 10 und 20 Prozent liegt. Und: Weltweit ist ein Anstieg zu verzeichnen.

Ursachen für die Zunahme der Kurzsichtigkeit


M 3: Nahaufnahme eines Auges (Quelle: Foto Geuther, Rötha)

Die medizinisch-biologische Ursache der Kurzsichtigkeit ist geklärt. Hornhaut, Pupille, Linse und Glaskörper sind am Sehen beteiligt. Die Pupille regelt den Lichteinfall, während die Hornhaut, die Linse und der Glaskörper über die Brechkraft des Auges entscheiden. Die Linse bündelt die einfallenden Lichtstrahlen, sie verkleinert das Bild und projiziert es auf die Netzhaut − umgedreht. Die Lichtsinneszellen auf der Netzhaut verwandeln das Licht in elektrische Impulse, die über den Sehnerv an das Gehirn gehen. Das Gehirn wiederum dreht das übermittelte Bild um 180 Grad und lässt uns richtig herum sehen.

Nicht bei allen Menschen funktionieren die Augen so einwandfrei. Über 40 Millionen Menschen in Deutschland tragen eine Brille. Die häufigste Fehlsichtigkeit ist die Kurzsichtigkeit, das heißt, die Betroffenen nehmen Gegenstände in der Nähe scharf wahr, Entfernteres verschwimmt. Ursache für dieses Problem ist meist ein zu langer Augapfel. Deshalb bildet die Linse entfernte Gegenstände nicht direkt auf der Netzhaut, sondern davor ab. Im Gehirn kommen deshalb nur noch verschwommene Bilder an.

Über die Ursachen der wachsenden Zahl der von Kurzsichtigkeit geplagten Menschen wird seit langer Zeit geforscht und diskutiert. Heute wird die Diskussion von drei Thesen beherrscht:

  • Zu geringer Sehabstand:
    Der Sehabstand bei vielen Aktivitäten ist zu kurz. Da schon kleine Kinder mit Bildschirmgeräten hantieren, gewöhnen sie sich daran, die Bilder und Spiele auf den kleinen Bildschirmen nahe an die Augen heranzuführen. Und da die Sehphasen immer länger werden, hat diese Nutzung elektronischer Bildschirmmedien und eine verlängerte Schulbildung (mit zunehmend elektronischen Bildschirmgeräten) eine nachteilige Wirkung auf die Entwicklung der Augen.
  • Wenig Aufenthalt im Freien:
    Immer mehr Menschen halten sich kaum noch im Freien auf, sondern verbringen den größten Teil ihrer Lebenszeit in zu dunklen und künstlich beleuchteten Räumen.
  • Genetische Veranlagung:
    Genetische Veranlagung kann ebenfalls zu Kurzsichtigkeit führen. Allerdings zeigt der geringe Anteil von Kurzsichtigkeit unter der älteren Bevölkerung und früheren Generationen, dass der Erbfaktor eine untergeordnete Rolle spielt. Nach Studien beträgt der Anteil der erblich verursachten Myopie nur etwa drei Prozent.

Naharbeit, Helligkeit und Kurzsichtigkeit hängen zusammen


M 4: Im Klassenzimmer (Quelle: Weccard, Thomas Fotodesign BFF, Ludwigsburg)

Es ist die Kombination aus Naharbeit und zu geringer Helligkeit, die als Ursache für frühe Kurzsichtigkeit durch Untersuchungen schon im 19. Jahrhundert nachgewiesen wurde. So untersuchte der Augenheilkundler Hermann Cohn in den 1860er-Jahren mehrere Tausend Schüler und fand heraus, dass etwa 60 Prozent von ihnen kurzsichtig waren. Die Messung der Raumhelligkeit mithilfe eines Fotometers ergab, dass die Klassenräume zu dunkel waren und deshalb den Schülern, die jahrelang das Lesen und Schreiben (also Naharbeit) lernten bzw. übten, die Augen verdarben. Cohns Lehrbuch der Hygiene des Auges (1892) gehört bis heute zu den Grundlagen der Augenheilkunde. Nach seinen Erkenntnissen sind ausreichender Abstand der Augen zum Text und helles Licht wichtig.

Heutige Untersuchungen bestätigen diese frühen Ergebnisse. So zeigt die Gutenberg-Studie (Mainz), dass die Kurzsichtigkeit mit der Zahl der Schuljahre zunimmt. Zwischen 2007 und 2012 wurden über 15.000 Probanden aus einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe untersucht. Bei Jugendlichen zeigte sich, dass am Ende der Klasse 13 jeder zweite Schüler kurzsichtig war − fast doppelt so viele wie nach der neunten Klasse!

Dass es den Zusammenhang zwischen mangelnder Helligkeit und Kurzsichtigkeit gibt, bestätigt auch der Neurobiologe Professor Frank Schaeffler (Tübingen). Er und sein Team untersuchen, wie die Netzhaut durch ihre Bildverarbeitung das Augenlängenwachstum steuert. Damit verknüpft ist die Frage, wie die Entstehung der Kurzsichtigkeit erklärt und möglicherweise verhindert werden kann. Professor Schaeffler nutzte für seine Versuche Hühner, die nur schwachem Stalllicht ausgesetzt wurden. Sie entwickelten häufiger Myopie als solche, die bei tageslichtähnlicher Beleuchtung (15.000 Lux) oder gar bei Tageslicht (über 30.000 Lux) sehen durften. Es wird vermutet, dass bei schlechten Lichtverhältnissen weniger Dopamin freigesetzt wird, was das Augenwachstum stört und somit Kurzsichtigkeit verursacht. Die Forschungen legen nahe, dass die Linse sich bei häufigem Nahsehen verdickt und der Augapfel sich gleichzeitig verlängert.

Eine weitere Spur verfolgte Professor Donald Mutti an der Ohio State University (USA). Bei Befragungen zu den Sehgewohnheiten von Teilnehmern wurde auch abgefragt, wie lange sich die Personen im Freien aufhielten. Die Auswertung der Befragung ergab einen deutlichen Zusammenhang zwischen Kurzsichtigkeit und der Bewegung an der frischen Luft – unabhängig von der Art des Wetters.

Eine australische Studie bestätigte diese Ergebnisse. Das Team um Professor Ian Morgan (Australian National University) untersuchte die Kurzsichtigkeit unter sechs- bis sieben-jährigen Kindern in Singapur und verglich die Ergebnisse mit australischen Kindern gleichen Alters. Brauchten 29 Prozent der Kinder in Singapur eine Brille, lag die Quote in Australien bei nur 3,3 Prozent. Ähnlich verlief der Vergleich von Kindern chinesischer Eltern in beiden Ländern (Singapur und Australien). Damit ist die ethnische Abstammung – und damit als Folge genetischer Veranlagung − als Ursache der Kurzsichtigkeit ausgeschlossen. Beide Vergleichsgruppen wiesen jedoch ein stark unterschiedliches Freizeitverhalten auf: In Singapur waren die Kinder im Schnitt rund 30 Minuten pro Tag im Freien, in Australien zwei Stunden. Keine signifikanten Unterschiede gab es bei der Zeit mit Lesen, Fernsehen oder Computerspielen. Bildschirme als Grund für die Kurzsichtigkeit, veröffentlichte Morgans Team bereits 2008 im Fachblatt „Archives of Ophthalmology".


M 5: Kinder beim Computer spielen (Quelle: ShutterStock.com (Losevsky Pavel), New York)

Auch Versuche und Untersuchungen in anderen Ländern der Welt, etwa in Dänemark und China, belegen eindeutig, dass der Aufenthalt im Freien die Ausbildung von Myopie verringert. Während in geschlossenen Räumen, etwa in Schulen, in der Regel maximal 1.000 Lux Helligkeit herrscht, werden an einem sonnigen Tag im Freien bis zu über 100.000 Lux gemessen. Zudem setzt sich Tageslicht anders zusammen, es enthält mehr Blau. Blaues Licht, so die Erkenntnis, setzt vermehrt Dopamin frei, das die Streckung des Augapfels verhindert. Durch die zunehmende und globale Verstädterung kommen Kinder immer weniger mit Tageslicht in Berührung, sie verbringen einen wachsenden Teil ihres Lebens in Räumen mit künstlicher Beleuchtung.

Dass Kurzsichtigkeit besonders in Asien dramatisch zugenommen hat, ist u. a. dem (vor)schulischen Leistungsdruck zu verdanken. Viele Kinder und Jugendliche sind täglich bis zu 12 Stunden mit schulischem Lernen beschäftigt und kommen kaum noch ins Freie. Doch selbst nach den schulischen Pflichten beschäftigen sie sich – wie auch in anderen Teilen der Welt – mit Smartphones und Tablets. Singapur ist ein Paradebeispiel für die massive Zunahme an Kurzsichtigkeit: Parallel zum Ausbau des Schulsystems nimmt der Anteil der Myopie-Betroffenen zu. Singapur liegt seit Jahren in internationalen Schul- und Bildungsvergleichen an der Spitze. Erkauft wird diese Höchstleistung mit langen Schulzeiten und ebenso langem, intensiven Lesen. Diese Bildung hat einen gesundheitlichen Preis.

Trotz aller Warnungen der augenärztlichen Fachwelt wird die „Verkurzsichtigung“ der Menschheit vermutlich voranschreiten. Hinzu kommt, dass mit der zunehmenden Verstädterung die Möglichkeiten, dem Auge außerhalb geschlossener und künstlich beleuchteter Räume Aufenthalte im Freien zu bieten, abnehmen wird. Dazu tragen auch die früh einsetzende Ganztagsbetreuung und Ganztagesunterricht bei, der häufig und zunehmend nicht im Freien stattfindet. Der weltweite Konkurrenzkampf verstärkt zudem die Notwendigkeit intensiverer Bildung im Vorschul-, Schul- und Studienalter – sowohl in Form immer längerer Aufenthalte in Unterrichtsräumen bei Kunstlicht, als auch im zunehmenden Gebrauch von elektronischen Bildschirmgeräten, die die Tendenz zum Nahsehen weiter verstärken.

Für Deutschland demonstrieren die Daten der Gutenberg-Gesundheitsstudie (2014) einen deutlichen Zusammenhang zwischen Kurzsichtigkeit und Ausbildungsstand. Menschen ohne Ausbildung oder höhere Schulbildung leiden nur zu knapp einem Viertel unter Kurzsichtigkeit, bei den Studien-Teilnehmern mit Abitur oder Berufsabschluss rund 35 Prozent, bei den Hochschulschulabsolventen 53 Prozent. Die Studienbetreiber waren überrascht: Es zähle tatsächlich jedes einzelne Bildungsjahr. Forscher nahmen vorher an, dass die Augen sich bis spätestens zum Alter von 18 bis 20 Jahren angepasst hätten. Die Erkenntnis lautet deshalb, dass der Einfluss der Schul- und Berufsausbildung auf die Bildung von Kurzsichtigkeit offenkundig viel größer ist als alle genetischen Faktoren zusammen.

Kurzsichtigkeit hat Folgen

Mit dem globalen Siegeszug moderner Medien wie Smartphones, Tablets und Tischcomputern in einer sich urbanisierenden Welt halten auch die negativen Begleiterscheinungen global Einzug. Neben Bewegungsmangel, Übergewicht und den daraus folgenden Erkrankungen nehmen weltweit die Sehprobleme zu. Diese Entwicklung hat sowohl gesundheitliche Folgen für die Betroffenen als auch wirtschaftliche für die Gesellschaften.

So können Fluggesellschaften bei angehenden Piloten nur eine gewisse Bandbreite an Kurz- oder Weitsichtigkeit tolerieren. Immer mehr Menschen überschreiten jedoch diese Grenzwerte, in wenigen Jahrzehnten wird es ein erheblicher Teil der Bevölkerung der Welt sein. Bereits heute, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO), können fast 160 Millionen Menschen aufgrund ihrer Sehschwäche nur einfachste Tätigkeiten ausführen. Dadurch entstehen Einkommensverluste für die Betroffenen von bis zu 300 Milliarden US-Dollar.

Eine einmal erworbene Kurzsichtigkeit ist nicht korrigierbar. Doch die Folgen können noch viel gravierender sein. Allein in Deutschland haben aktuell etwa fünf Prozent der Bevölkerung einen Wert von minus sechs Dioptrien und mehr. Solche Werte begünstigen aufgrund der schlechteren Durchblutung der Netzhaut auf längere Sicht die Ausbildung von grünem und grauem Star oder Netzhautablösungen. Da die Netzhaut sich in ihrer Größe nicht anpasst, wenn durch die Augapfelverlängerung die Augeninnenfläche wächst, kommt es zu Spannungen. Reißt sie, so entstehen Sehstörungen. Da nur das Zentrum des empfangenen Bildes auf der Netzhaut scharf abgebildet wird, während die Peripherie unscharf bleibt, ist eine Schädigung in der Mitte der Netzhaut besonders gravierend.

Kurzsichtigkeit vorbeugen


M 6: Kinder im Freien (Quelle: Fotolia.com (Monkey Business), New York)

Auch auf Europa kommen die Konsequenzen der Myopie-Epidemie unaufhaltsam zu. Nur veränderte Lebensgewohn¬heiten könnten daran etwas grundsätzlich ändern. Fachleute raten, Kinder regelmäßig für längere Zeit ins Freie zu schicken. Schon täglich 45 Minuten Weitsehen ohne Lesetätigkeit, so Studien, senken die Häufigkeit von Kurzsichtigkeit bis zu 30 Prozent. Studien aus den USA und Australien legen nahe, dass täglich zwei Stunden Aufenthalt im Freien im Kindes- und Jugendalter die Ausbildung von Myopie massiv senkt.

Diese Schlussfolgerung vertrat Hermann Cohn bereits vor 140 Jahren. Kurzsichtige sollten, so riet er, jedes Jahr für einige Wochen das Lesen und Schreiben ruhen lassen. Diese Erkenntnis ist – wenn auch im Nachhinein – eine nachvollziehbare Begründung, warum Schulferien sinnvoll sind. In früheren Zeiten waren sie tatsächlich eine wirksame Entlastung der Augen vom täglichen Lesen unter schlechten Lichtverhältnissen, denn digitale Lese- und Spielmöglichkeiten, die ein hohes Maß an Nahsehen mit sich brachten, existierten noch gar nicht.



Quellenangaben:
Australian National University: The epidemic of myopia in East and Southeast Asia, [online] http://biology.anu.edu.au/epidemic-myopia-east-and-southeast-asia [25.06.2019].
Fokus online (2017): Kurzsichtigkeit durch Smartphones: Das müssen Sie beim täglichen Handy-Gebrauch beachten, [online] https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sehen/kurzsichtigkeit-durch-smartphones-das-muessen-sie-beachten_id_7071408.html [25.06.2019].
Generation kurzsichtig (Dokumentation) (2017). Regie: Kilian, Christophe. 2017. Frankreich: arte [Sendung vom 20.01.2018].
Lagrèze, Wolf A., Frank Schaeffel (2017): Myopieprophylaxe. Preventing myopia, in: Deutsches Ärzteblatt International, 114, 575–80. https://www.aerzteblatt.de/archiv/193148/Myopieprophylaxe
Spiegel online (2015): Immer mehr Menschen sind kurzsichtig, [online] https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kurzsichtig-immer-mehr-menschen-sehen-schlecht-a-1051300.html [25.06.2019].
Tagesanzeiger (2016): , Gebildet, aber kurzsichtig, [online] https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/gebildet-aber-kurzsichtig/story/25460713 [25.06.2019].
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Gutenberg-Gesundheitsstudie (2014), [online] http://www.gutenberg-gesundheitsstudie.de/ghs/%20willkommen.html [25.06.2019].
Vagge, Aldo, Lorenzo Ferro Desideri, Paolo Nucci, Massimiliano Serafino, Giuseppe Giannaccare, Carlo E. Traverso (2019): Prevention of Progression in Myopia: A Systematic Review, in: Diseases, 6(4), 92. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30274355/
Welt (2015): Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen nimmt zu, [online] https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wissenschaft_nt/article146806281/Kurzsichtigkeit-bei-Kindern-und-Jugendlichen-nimmt-zu.html [25.06.2019].
Welt (2015): Smartphone & Co lassen Kurzsichtigkeit explodieren, [online] https://www.welt.de/gesundheit/article146081080/Smartphone-Co-lassen-Kurzsichtigkeit-explodieren.html [25.06.2019].
Zeit-online (2018): Ist das noch zu lesen, oder schauen Sie zu oft auf Ihr Handy?, [online] https://www.zeit.de/2018/23/kurzsichtigkeit-augenkrankheit-kinder-jugendliche-gefahr-smartphone [25.06.2019].


Schlagworte:
Globalisierung, Kurzsichtigkeit, Brille


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