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Erklärfilme für Einsteiger

Starterkit, Teil 1: Erklärfilme auswerten

Digitale Medien und digitale Werkzeuge können dazu beitragen, formale Bildungsprozesse (das Lehren und Lernen) so zu verändern, dass Talente und Potentiale individuell gefördert werden (Beschluss der KMK, 2016). Der Geographieunterricht kann dazu einen Beitrag leisten und den Schülerinnen und Schülern differenzierte Zugänge zur digitalen Welt aufzeigen. Allerdings sehen sich Lehrende immer wieder vor großen Herausforderungen, wenn es zum Beispiel um das Thema Erklärfilme geht. „Zu wenig Zeit, zu großer Aufwand!“ Worin liegt der Mehrwert? Bringen die Lernenden die nötige Medienkompetenz dafür mit? Und wie sieht es eigentlich mit der eigenen Medienkompetenz aus?

Wer sich mit dem Thema Erklärfilm zum ersten Mal auseinandersetzt und an dessen Einsatz im Unterricht denkt, muss nicht sofort alle medialen Register ziehen und das Klassenzimmer in ein Filmstudio verwandeln. Zunächst gilt es zu prüfen, wo uns Erklärfilme im Alltag begegnen und welche Funktionen sie erfüllen können. Es ist die Suche nach dem didaktischen Anschluss bzw. das Anknüpfen an die Lebenswelt der Lernenden. Betrachtet man die Medienwelt als Konsument, so findet man eine Reihe an Erklärfilmen zu allen erdenklichen Themen. Von Kindernachrichten im Fernsehen bis hin zu verschiedensten Tutorials auf YouTube – für alle ist etwas dabei. Aus der JIM-Studie (2018) wird in diesem Zusammenhang ersichtlich, dass 90 Prozent der Jugendlichen mindestens mehrmals pro Woche YouTube nutzen. Zwei Drittel davon nutzen die Videoplattform zur Informationsgewinnung, womit YouTube noch vor Wikipedia liegt (JIM 2018, S. 48). Damit wird deutlich, dass das Bewegtbild hinsichtlich der Informationsgewinnung an Bedeutung stark zugenommen hat.

Allerdings ist zu beachten, dass nicht jeder verfügbare Inhalt professionell aufgearbeitet ist. Daraus ergeben sich erste wichtige Kriterien bzw. Fragen für die Auswahl, aber auch für das Erstellen von Erklärfilmen (nach: Filme und Schule NRW):

  • Ist der Film technisch sauber produziert? Ruckelfrei, ohne Störgeräusche?
  • Konzentriert sich der Film auf eine Kernaussage/-geschichte (Tell one Story only)
  • Ist die im Film verwendete Sprache verständlich, altersadäquat, sprachsensibel?
  • Hat der Film ein angemessenes Tempo, kann man ihm gut folgen?
  • Ist die Visualisierung im Film gelungen?
  • Ist der Film nicht zu lang, schweift er nicht ab, konzentriert er sich auf die zu erklärende Handlung?

Nur eine Kernaussage/-geschichte


Beispiel einer Leitfrage

Einen guten Erklärfilm erkennt man demnach daran, dass er sich u.a. auf eine Kernaussage fokussiert. Im unterrichtlichen Kontext würde man von einer Leitfrage sprechen, die den Unterricht als roten Faden durchzieht. Möchte man mittels Erklärfilm eine Antwort auf die Leitfrage erarbeiten lassen, so stehen nicht nur wir Lehrenden vor planerischen Herausforderungen, sondern vor allem die Lernenden, die die zeitlich, aber u.a. auch inhaltlich stark reduzierten und komplexen Inhalte des Erklärfilms erfassen und durchdringen müssen.

„Einfach kann schwerer als komplex sein: Man muss hart arbeiten, um das eigene Denken so sauber zu bekommen, damit man es einfach machen kann. Aber zuletzt lohnt es sich, weil man Berge versetzen kann, wenn man erst mal dahin gelangt." (Steve Jobs)

Terra-Erklärfilme: Über die Augen und Ohren direkt in den Kopf!

Die Terra-Erklärfilme gliedern sich perfekt in diese Lebenswirklichkeit Ihrer Schülerinnen und Schüler ein. Gleichzeitig bieten sie Ihnen aber professionell animierte, unterrichts- und fachbezogene Lernvideos – didaktisch aufbereitet und passgenau zu den Inhalten des Unterrichts.

Sie bieten sich vor allem an, wenn das geschriebene Wort und Abbildungen nicht ausreichen, um komplexe Sachverhalte besonders anschaulich zu erklären. Indem schülergerechte Audios mit modernen visuellen Gestaltungsmitteln zusammentreffen, nutzen unsere Erklärfilme die Chancen der Multimedialität effektiv aus. Sie können Lern-Prozesse initiieren, unterstützen und erweitern. Damit werden sie zum wichtigen Bestandteil der Medienbildung.

Hinweise zum Einsatz im Unterricht

Terra-Erklärfilme haben einen überschaubaren Umfang von zwei bis fünf Minuten. Sie lassen sich sinnvoll teilen und beliebig oft wiederholen. Sie können die Erklärfilme ganz flexibel im Unterricht einsetzen: als niedrigschwelligen Einstieg ins Thema, als Gesprächsanlass, Zusammenfassung, Vertiefung oder zum Weiterarbeiten.

Ihre Schülerinnen und Schüler eignen sich die Inhalte schnell und unkompliziert an – selbstständig oder in der Gruppe. Damit fördern Erklärfilme nicht nur die rezeptiven und reflexiven Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler, sondern sind auch Inspiration für Interaktivität.

Wir würden Ihnen empfehlen, Erklärfilme nach folgender Schrittigkeit auswerten zu lassen:
1.    Eine Fragestellung an den Film formulieren, z. B.: Was bedeutet nachhaltige Entwicklung am Beispiel einer Stadt?
2.    Film ansehen (zuerst komplett, dann in Teilen, beliebig oft wiederholen) und Notizen festhalten
3.    Den Film in Abschnitte gliedern, um das Verständnis zu schärfen
4.    Informationen entnehmen bzw. Fragen beantworten
5.    Die Notizen sortieren und schriftlich festhalten

Passgenaue Begleitmaterialien erhalten Sie über Ihren Digitalen Unterrichtsasstistenten. Kopiervorlagen unterstützen das aktive, reflexive Zuhören und Zusehen:

Texte zum Mitlesen dienen als Brücke zwischen dem Hören und Verstehen. Sie eignen sich besonders für Schülerinnen und Schüler, für die das Lesen eine hilfreiche bzw. notwendige Unterstützung beim Lernen darstellt, oder auch für Schülerinnen und Schüler, die mit dem Verarbeiten von Informationen beim Hören und Sehen Schwierigkeiten haben.
Evtl. sind mehrere Rezeptionsvorgänge sinnvoll, bei denen sich die Schülerinnen und Schüler entweder auf das Sehen und Hören oder auf das Hören und Lesen konzentrieren. Damit werden Sie den unterschiedlichen Lerntypen Ihrer Schülerinnen und Schüler gerecht.

Arbeitsblätter zum Hörverstehen können parallel zum Rezipieren eingesetzt werden. Sie fördern währenddessen die Konzentration und fokussieren auf wesentliche Aspekte. Darüber hinaus bereiten sie die Sicherung der wichtigsten Inhalte vor.

Arbeitsblätter zur Sicherung bzw. Vertiefung fachlicher Inhalte können flexibel eingesetzt und an die Bedürfnisse des bundesland¬spezifischen Lehrplans angepasst werden.
Es gibt sie auf zwei Niveaustufen: Niveau 1 enthält Lösungshilfen und unterstützt schwächere Schülerinnen und Schüler beim Lernen der wichtigsten Inhalte. Niveau 2 enthält keine Lösungshilfen.

Alle Arbeitsblätter werden mit Lösungen angeboten.

Erklärfilm „Nachhaltige Entwicklung am Beispiel einer Stadt – Teil 1: Was ist nachhaltige Entwicklung?“


Unsere Eklärfilme sind passgenau in die Schülerbücher und Digitalen Unterrichtsassistenten eingebunden.


Im Kontext:
Beitrag des Geographieunterrichts zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Infoblatt Nachhaltige Entwicklung

Quellenangaben:
https://www.filmundschule.nrw.de/de/
https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/2018/Studie/JIM2018_Gesamt.pdf
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) (Hg.) (2018): JIM Studie. Stuttgart
Kriebisch, I./Schnack, J. (2016). Digitales Lernen, Einführung in den Themenschwerpunkt. In: Pädagogik 6/16.


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Poster: Dreieck der Nachhaltigkeit (application/pdf 9.0 MB)


Autorin/Autor:

Tobias Litz, Kathrin Liersch

Tobias Litz ist Bereichsleiter Geistes- und Gesellschaftswissenschaften am
Staatlichen Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Reutlingen
Kathrin Liersch ist Redakteurin Geographie/Gesellschaftslehre (Mittleres Schulwesen) beim Ernst Klett Verlag

TERRASSE online
www.klett.de/terrasse
Datum: 31.01.2020


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