Pressemeldung
[19.05.2017]

Statement zu Geschichte und Geschehen, 19.5.2017

Niemals lag es in der Intention des Ernst Klett Verlages, seiner Redakteurinnen und Redakteure, der Autorinnen und Autoren mit dem verwendeten Begriff „polnische Lager“ eine Verstrickung des Polnischen Staates und oder polnischer Bürgerinnen und Bürger in die von Deutschen betriebene Vernichtung von Millionen Menschen auf polnischen Boden zu behaupten.

Wir haben die Debatte um den Begriff „polnische Lager“ intensiv verfolgt und sind dankbar, dass dadurch sehr aufmerksam die Verwendung eines zunächst unreflektierten Begriffes einer notwendigen kritischen Überprüfung unterzogen wird. In unseren Geschichtslehrwerken und anderen Medien bemühen wir uns beständig, ein reflektiertes und differenziertes Verständnis in der Darstellung und Vermittlung historischer Ereignisse zu schaffen. Vor diesem Hintergrund tragen wir in unseren neuen Geschichtslehrwerken dafür Sorge, dass der Begriff „polnische Lager“ nicht verwendet wird. Die in gleichem Absatz genannte falsche Datierung zu den Deportationen wurde ebenfalls korrigiert.

Die Auslieferung des Lehrwerkes „Geschichte und Geschehen Oberstufe Klasse 11“ haben wir umgehend eingestellt und die wenigen vorhandenen Restbestände makuliert. Wir werden den Schulen eine Austauschseite zum Download anbieten.

Für den durch die Verwendung des Begriffes fälschlicherweise entstandenen Eindruck bitten wir um Entschuldigung.