Klett-Themendienst Nr. 80 (1/2018)
Bildnachweis: Weccard/Ernst Klett Verlag

Digitalisierung: Lernen weiter denken

Immer mehr Schulen setzen Tablets und Laptops im Unterricht ein, die Nachfrage nach passenden didaktischen Konzepten steigt. Zusammen mit den neuen interaktiven Schülerlösungen eBook pro stellt der Ernst Klett Verlag eine innovative und einheitliche Basis für den digital unterstützten Unterricht zur Verfügung.

Tablets, Clouds, Bildungsserver - Schulen und Kommunen stehen angesichts der rasanten technologischen Entwicklung vor vielen Entscheidungen. Der Ernst Klett analysiert diese Trends sehr genau und entwickelt praxistaugliche Konzepte, um die Unterrichtsinhalte optimal an die Didaktik und die technologischen Veränderungen anzupassen. „Dabei gilt es für uns als Verlag einerseits, praktikable Lösungen zu entwickeln, die zur digitalen Infrastruktur der Schulen passen und andererseits, die Bedürfnisse der Lehrkräfte und Schüler/-innen in den unterschiedlichen Unterrichtssituationen und Lernphasen zu berücksichtigen“, fasst Udo Tok, Regionalleiter NRW beim Ernst Klett Verlag den Produktentwicklungsprozess zusammen.


Ein Blick auf die unterschiedlichen IT-Ausstattungen der Schulen verdeutlicht die Notwendigkeit zur digitalen Produktdiversifikation: Eine Schule ohne ausreichenden Internetanschluss benötigt z.B. keine Lernplattform, setzt aber gemäß ihres Medienkonzeptes digitale Unterrichtsmaterialien am Whiteboard ein oder nutzt Unterrichts-Materialien offline über eine App. An der Nachbarschule kann das schon wieder ganz anders aussehen, etwa wenn die Unterrichtsmaterialien mit dem Internet vernetzt sein müssen, damit die Schüler dort selbstgesteuert oder kollaborativ zusammenarbeiten können. „Das digitale Produktangebot des Verlages ist heute sehr vielfältig“, so Tok. „Es reicht von einfachen bis interaktiv digitalisierten Schülerbüchern, von Erklärfilmen über Apps und Tafelbildern bis hin zu interaktiv ausgestatteten Lehrer-Materialien oder webbasierte Lernstanddiagnose-Tools.“ Auch die Medienkonzepte der Schulen spielen dabei eine wichtige Rolle, je nach Ausrichtung werden ganz unterschiedliche Materialien benötigt. „Deshalb liegen für alle unsere digitalen Unterrichtslösungen unterschiedliche Lizenz- und Nutzungsmodelle vor“, erklärt der Regionalleiter.


Am Anfang war das eBook

Über 1.000 „eBooks“, digitale Schulbücher, bietet der Verlag heute für unterschiedliche Fächer und Schulformen an. Diese sind identisch mit der gedruckten Fassung der Schülerbücher und können an PCs und Tablets online oder offline genutzt werden. Die Einführung eines neuen Lehrwerkes an Schulen wird heute vielfach davon abhängig gemacht, ob es auch als „eBook“ zur Verfügung steht, erläutert Tok. „Für viele Lehrkräfte stellt der Einsatz von einfachen „eBooks“ den Einstieg in den digitalisierten Unterricht dar.“ Die Nachfrage wächst deutlich, nicht wohl zuletzt deshalb, weil sie nun auch über eine App offline, also ohne ausreichende W-LAN- Ausstattung in den Klassenzimmern genutzt werden können. Die notwendige Anzahl an Nutzer-Schlüsseln für die „eBooks“ wird von den Lehrkräften über den Verlag bezogen, die diese an die Schüler/-innen weitergeben. „Die Laufzeit der Nutzungslizenzen beträgt ein Jahr bzw. verlängert sich teilweise bei Mehrjahresbänden.“


Verstehen - Üben - Prüfen: Die eBook pro


Angelehnt an seine erfolgreichen Lehrwerkskonzepte bietet der Klett Verlag seit dem Schuljahr 2017/18 die neuen Schülerlösungen „eBook pro“ an. „Damit erhalten Schülerinnen und Schüler passgenau zum Unterrichtsthema einfachen Zugang zu vielfältigen, ergänzenden Informationen“, erklärt Tok.
 

Abb. 1: Die digitalen Schülerlösungen „eBook pro“ unterstützen mit ihren multimedialien und interaktiven Materialien die drei Lernphasen Verstehen, Üben und Testen.

Über die digitalen Lernbegleiter gewinnen Schüler/-innen andere Einsichten, lernen unter Umständen motivierter und können selbst auf Entdeckungsreise gehen. Neben den Basis-Inhalten aus den „eBook“ können in den „eBook pro“ zusätzlich ergänzende Grundlagen zum besseren Verstehen nachgeschlagen werden, wie z. B. Vokabeln, Grammatik oder Formeln aber auch Erklärfilme, 3-D-Animationen und Lern-Tipps. Zudem enthalten sind  zahlreiche interaktive Übungen mit Lösungen sowie Prüfeinheiten zur  Lernstandkontrolle mit Feedback zu weiterem Übungsbedarf.

Digitale Produkte wie das „eBook pro“ sind offen für das ge¬mein¬same Arbeiten: „In Verbindung mit Kommunikations-Medien schaffen sie für Schüler/-innen eine differenzierte, digital gestützte Lern¬umgebung, in der sie auch eigene Lern-Apps, Erklärvideos oder Referate ergänzen können“, betont Udo Tok.
Die Lizenzen bzw. Nutzer-Schlüssel für die benötigte Anzahl Schüler/-innen werden von den Lehrkräften ausgehändigt. Die Laufzeit pro digitalem Produkt beträgt jeweils ein Jahr bzw. verlängert sich teilweise bei den Mehrjahresbänden.


Digitale Unterrichtsassistenten: Einfach, zeitsparend und entlastend


Die Nachfrage nach digitalen Lern- und Lehrmitteln nimmt seit einigen Jahren zu. „Als der Verlag auf der didacta 2012 in Köln erstmals seine Digitalen Unterrichtsassistenten für Lehrkräfte vorgestellt hat war die Begeisterung von Anfang an groß“, so der zuständige Regionalleiter aus Lünen. „Die Lehrerinnen und Lehrer haben sofort erkannt, dass sich mit digitalisierten Materialien der Unterricht schneller vorbereiten lässt, weil alle notwendigen Materialien zentral hinterlegt sind. Heute sind mehr als 500 verschiedene Unterrichtsassistenten verfügbar.“ Dass der Funke so schnell überspringen konnte, hat seiner Meinung nach mit der guten IT-Ausstattung der Lehrkräfte zu tun. So haben Umfragen ergeben, dass die meisten Lehrer ihren Unterricht am heimischen PC vorbereiten. Zudem sind seit einigen Jahren immer mehr Whiteboards und Beamer im Unterrichtseinsatz, mit denen die interaktiven Tafelbilder, Lehrwerksvideos oder Audios direkt im Unterricht eingesetzt werden können. „Ohne die vorhandene technische Ausstattung, entsprechendes Know how und Zeit zum Ausprobieren haben es digitale Unterrichtsmaterialien schwer, sich durchzusetzen. Das dauert einfach“, ist Tok überzeugt. Und ergänzt noch: „Natürlich kann man unsere digitalen Produkte technisch mit weitaus schillernderen Funktionalitäten ausstatten oder sie funktional noch stärker vom Schülerbuch trennen. Doch wir müssen realistisch bleiben. Wir fühlen uns der Mehrheit der Lehrerinnen und Lehrer und ihrer Bedürfnisse im heutigen Unterrichtsalltag verpflichtet.“


Zusammen mit Lehrkräften, Mediendidaktikern und der Fachwissenschaft beteiligt sich der Verlag derzeit in verschiedenen Bundesländern an Schulversuchen zur Weiterentwicklung des digitalen Lernens und Unterrichtens. Daraus werden neue Erkenntnisse entstehen, wie sich Unterricht und Lehr- und Lernprozesse durch den Einsatz digitaler Materialien verändern werden und welche neuen Bedürfnisse daraus entstehen.
Zudem stellt der Verlag seine digitalen Produkte über den „Bildungslogin“ des Verbandes Bildungsmedien e.V. zur Verfügung, um so einen einheitlichen Zugang für Schüler/-innen und Lehrkräfte zu schaffen.


Eine Übersicht aller digitalen Produkte des Verlages findet sich unter: http://www.lernen-weiter-denken.de

Kompakt
Thematisch passende Veranstaltungen auf der didacta 2018:

Klett-Klassenzimmer, Halle 12, C05
eBook Nutzung im Unterrichtsalltag einer Tablet-Klasse
Schüler und Lehrer der IGS Springe
Täglich in Klett-Klassenzimmer 10.30 - 11.30 Uhr

Klett-Klassenzimmer, Halle 12, C05
Lernen weiter denken: 10 Thesen zur digitalen Entwicklung
Prof. em. Olaf-Axel Burow, Universität Kassel, Tilo Knoche
Dienstag, 20.2.2018, 13.30 - 14.15 Uhr

Klett-Klassenzimmer, Halle 12, C05
Multimedia im Schulbuch
Kristian Uhlenbrock, Ernst Klett Verlag
Täglich in Klett-Klassenzimmer, 16.00 - 16.20 Uhr

Zum Programm: https://www.klett.de/didacta



Artikel als PDF downloaden: Lernen weiter denken (application/pdf 154.0 KB)


Artikel empfehlen: