Pressemeldung
[22.08.2018]

Aktuelle Debatte: Antisemitismus-Vorwürfe in Bildungsmedien

Die in den Medien wiedergegebene Behauptung, Bildungsmedien seien von antisemitischen Stereotypen geprägt und dargestellte Bilder im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus darin seien nicht kontextualisiert bzw. auch in früheren Ausgaben nicht kontextualisiert gewesen, trifft und traf auf die Lehr- und Lernmaterialien des Ernst Klett Verlages nicht zu.

Die Studie der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission aus dem Jahre 2015 bestätigte das Bestreben der deutschen Bildungsmedienverlage für ihre ausgewogene und objektive Darstellung Israels in den Lehrmitteln [s.a. Meldung vom 23.6.2015]. Darin genannte Kritikpunkte wurden durch den Ernst Klett Verlag bereits aufgearbeitet.

Weil dem Klett Verlag eine differenzierte Darstellung der deutsch-jüdischen Geschichte ein wichtiges Anliegen ist, arbeiten die Redaktionen seit mehreren Jahren vertrauensvoll mit Mitgliedern der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission sowie mit ausgewiesenen Religionswissenschaftlern zusammen. Auf der Basis dieses intensiven Austauschs haben die Redaktionen des Klett Verlages in den vergangenen Jahren neue Lehr- und Lernmaterialien entwickelt, die einen ausgewogenen Blick auf die gemeinsame deutsch-jüdische Geschichte erlauben.
Diese konstruktiven Lehrwerksbeispiele in den Mittelpunkt der gegenwärtigen Debatte zu stellen, wären aus Sicht des Verlages dazu geeignet, neue Wege im Umgang mit dem Antisemitismus zu gehen.

In welchem Umfang die jüdische Geschichte in Bildungsmedien abgebildet wird, hängt aber letztlich vom Lehrplan der jeweiligen Bundesländer ab. Unstrittig ist, dass Holocaust und Shoa in allen entsprechenden Lehrplänen und Lehrwerken thematisiert werden. Wie die folgenden Beispiele zeigen, wird die jüdische Geschichte und die deutsch-jüdische Geschichte nicht nur auf die Jahre 1933 bis 1945 reduziert.


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