Pressemeldung
[01.03.2011]

Leipziger Buchmesse 2011:
Professor Udolph deckt verborgene Bedeutung in Namen auf

Was verraten Gewässernamen wie Elster, Saale und Elbe über die Geschichte? Und wie ist der eigene Familienname entstanden? Mehr zu diesem Thema erfahren Deutschlehrer und Interessierte am 17. März 2011 im Rahmen der Leipziger Buchmesse. Im Veranstaltungszentrum des Ernst Klett Verlags referiert Professor Jürgen Udolph zum Thema „Schall und Rauch? – Namen im Deutschunterricht“.

Namen sind etwas Seltsames. Betrachtet man Ortsbezeichnungen wie Dresden, Görlitz und Leipzig oder Familiennamen wie Deutschbein, Holzapfel und Kindervater bleibt einem der Sinn dieser Namen meist verschlossen – während man bei Wörtern wie Auto, Stadt, Fluss oder Computer gedanklich blitzschnell eine Vorstellung von den Dingen hat.

Professor Jürgen Udolph, der bis März 2008 als Professor für Onomastik (Namenforschung) an der Universität Leipzig tätig war, weiß den Grund. Namen entstammen früheren Zeiten und damit auch einer älteren Stufe der Sprache: „Wer sie entschlüsseln will, muss eintauchen in die Sprachgeschichte, in das Mittelhochdeutsche und Althochdeutsche, in das Mittelniederdeutsche und Altsächsische, in die slawischen Sprachen mit ihrer Geschichte, in das Sorbische und dessen Vergangenheit.“

Vortrag auf der Leipziger Buchmesse
Auf der Leipziger Buchmesse referiert Prof. Udolph auf Einladung des Ernst Klett Verlags über die Bedeutung von Familien-, Orts-, Gewässer- und Flurnamen und zeigt, wie Lehrer durch zahlreiche Hilfsmittel die Entstehung dieser Namen im Unterricht entschlüsseln können:

Schall und Rauch? – Namen im Deutschunterricht
17. März 2011, 13 Uhr
Klett-Veranstaltungszentrum (Messehaus, Ebene -1)

Sie finden den Ernst Klett Verlag auf der Leipziger Buchmesse 2011 in Halle 2, Stand C100.