Geschichte und Geschehen Oberstufe – Ausgabe Nordrhein-Westfalen ab 2026
Das sagen unsere Autorinnen und Autoren
Zum Konzept
Unsere Welt verändert sich rasant – und mit ihr die Anforderungen an den Geschichtsunterricht. Die Neukonzeption von Geschichte und Geschehen greift diese Entwicklungen auf und geht auf die Orientierungsbedürfnisse der Lernenden ein. Die Kapitel beginnen mit Aufgaben, die Gegenwartsbezüge herstellen und die Relevanz historischer Fragen verdeutlichen. Lernaufgaben zur Medienkompetenz machen die Bedeutung eigenen historischen Wissens im digitalen Zeitalter erfahrbar und regen zugleich zur Reflexion über den Einsatz digitale Werkzeuge beim historischen Lernen an. Sprachliche Kompetenzen werden durch Begriffsarbeit, Hilfen zur Arbeit mit Quellen und ein systematisches Operatorentraining gezielt aufgebaut und gestärkt.
Prof. Dr. Kathrin Klausmeier, Universität Göttingen, Autorin und Beraterin für Geschichte und Geschehen
Zur Sprachbildung
Als Autorin des neuen Geschichte und Geschehen war es mir wichtig, die Sprachbildung konsequent zu stärken. Im Fach Geschichte stoßen Lernende oft auf sprachliche Hürden wie die Quellensprache, ungebräuchliche Begriffe oder syntaktisch komplexe Verfassertexte, die das Lernen erschweren. Genau hier setzt das Lehrwerk an: Überarbeitete Verfassertexte verbessern das Verständnis, Zwischenüberschriften bieten Orientierung, Fachbegriffe werden in Randspalten und Fußnoten erklärt. Sprachbildende Aufgaben fördern fachsprachliche Kompetenzen. Ergänzt wird dies durch Operatorenlisten und Operatorentrainingsseiten. Ich bin davon überzeugt, dass diese Maßnahmen einer zunehmend heterogenen Schülerschaft den Zugang zum Fach Geschichte erleichtern werden.
Kerstin Lochon-Wagner, ZfSL Bochum/Gymnasium Eickel, Autorin für Geschichte und Geschehen
Zur Medienkompetenz
Die Aufgaben in Geschichte und Geschehen fördern gezielt Medienkompetenz im Sinne des Medienkompetenzrahmens NRW und unterstützen die Lernenden u. a. dabei, sich wandelnde Geschichtsbilder im digitalen Raum kritisch zu hinterfragen. Lernende recherchieren, präsentieren, prüfen Quellen und analysieren digitale Geschichtsdarstellungen im Vergleich zu analogen Angeboten. Dabei untersuchen sie auch KI-generierte Inhalte: Wie entstehen solche Geschichtsbilder? Welche Perspektiven fehlen? Und wie beeinflussen Algorithmen historische Deutungen? Ich sehe darin eine große Chance, historisches Lernen zeitgemäß zu gestalten. Als Lehrkraft ist es mir wichtig, Lernende zu einem kritischen Umgang mit unterschiedlichen historischen Deutungen zu befähigen. Gerade in digitalen Räumen, in denen Geschichtsbilder häufig vereinfacht, emotionalisiert oder politisch instrumentalisiert werden, leistet dies einen zentralen Beitrag zur Demokratiebildung.
Jana Habig, Ruhr-Universität Bochum, Autorin für Geschichte und Geschehen
Zur Abiturvorbereitung
Im Geschichtsunterricht erlebe ich oft, wie schnell Lernende wichtige Zusammenhänge und Inhalte vergessen. Regelmäßige Wiederholung und gezieltes Kompetenztraining sind daher unverzichtbar, besonders für die Abiturvorbereitung. Genau hier setzt die neue Generation von „Geschichte und Geschehen“ an. Am Kapitelende werden zentrale Inhalte textlich und visuell zusammengefasst. Aufgaben helfen, Gelerntes zu strukturieren, neu zu durchdenken und handlungsorientiert anzuwenden. Sehr hilfreich finde ich auch die Trainingsklausuren und das Oberstufen-Know-how – damit können sich die Lernenden effizient auf das Abitur vorbereiten. „Gewusst wie“-Seiten trainieren systematisch Methoden und Operatoren und führen mit Hinweisen, Beispiel und Formulierungshilfen an die Anforderungen der Abituraufgaben heran.
Dr. Christian Schmidtmann, ZfSL Hamm/Gymnasium St. Christophorus Werne, Autor und Berater für Geschichte und Geschehen
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