Klett Akademie für Fremdsprachendidaktik

Digitalisierung im Englischunterricht

Digitale Kompetenz

von Tino Frey, Andrew Hutchins und Annette Kroschewski

Im Bereich der Medienbildung und des digitalen Lernens werden vielfältige Begriffe verwendet. Dabei wird digitale Kompetenz als ein Teilbereich von Medienbildung und -kompetenz betrachtet.

Gemäß Beschluss der KMK „Medienbildung in der Schule“ vom 8. März 2012 wird Medienkompetenz wie folgt definiert:

„[…] Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozial verantwortliches Handeln in der medial geprägten Lebenswelt ermöglichen. Sie umfasst auch die Fähigkeit, sich verantwortungsvoll in der virtuellen Welt zu bewegen, die Wechselwirkung zwischen virtueller und materieller Welt zu begreifen und neben den Chancen auch die Risiken und Gefahren von digitalen Prozessen zu erkennen.“ (KMK 2012: 3)

In der Strategie der KMK zur „Bildung in der digitalen Welt“ (Dezember 2016) werden verschiedene Bereiche dieser Kompetenz eingehender beschrieben:

„[...] Kompetenzen [...], die eine kritische Reflektion in Bezug auf den Umgang mit Medien und über die digitale Welt ermöglichen“; „Kompetenzen [...], die für eine aktive, selbstbestimmte Teilhabe in einer digitalen Welt erforderlich sind“ (KMK 2016: 12)

Hier kann ein Bezug zum Kompetenzbegriff nach Weinert hergestellt werden, der neben Wissen und Können (Fähigkeiten und Fertigkeiten) auch Motivationen und Einstellungen, eine kritische Reflexionsfähigkeit, Problemlösefähigkeiten sowie Zieldimensionen wie Partizipations- und Diskursfähigkeit, Mündigkeit bzw. Autonomie in sozialer Verantwortung einbezieht.

Zur Implementierung der KMK-Strategie sind z.B. der Medienpass NRW sowie entsprechende Vorgaben anderer Bundesländer erarbeitet worden. Hier werden verschiedene Kompetenzbereiche unterschieden, die auch für die curricularen Vorgaben und deren Weiterentwicklung zentral sind.

In der Fremdsprachendidaktik und im Fremdsprachenunterricht muss die digitale Kompetenz auf kommunikatives Handeln und interkulturelle Diskursfähigkeit bezogen werden und zu ihrer Förderung beitragen.

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